Barry Groves: Der Mensch ist ein Fleischfresser

Barry Groves, PhD in Ernährungswissenschaften, war ein britischer Forscher und Autor, der sein Leben der Aufdeckung der Mängel moderner Ernährungsratschläge widmete. Er war einer der schärfsten Kritiker der Angst vor der Fett- und Kohlenhydratdominanz, die die heutige Ernährungspolitik kennzeichnet.

In Büchern, Artikeln und Vorträgen argumentierte er, dass der Mensch ein fleischfressendes Tier sei, ein echter Fleischfresser – kein Allesfresser, der ein Gleichgewicht zwischen Fleisch und Pflanzen benötigt, sondern eine Spezies, die biologisch und physiologisch perfekt an eine fett- und proteinbasierte Ernährung angepasst ist.

In der Vorlesung Homo Carnivorous: Wofür wir geschaffen sind (siehe Video unten im Artikel) Er legte Beweise dafür vor, dass der Mensch, wie alle anderen Säugetiere, tatsächlich von Fett lebt – auch wenn einige Tiere Pflanzen rein mechanisch fressen. Er zeigte, wie die moderne Wahrnehmung von Ernährung völlig auf den Kopf gestellt wurde und dass wir uns die Evolution ansehen müssen, um zu verstehen, was der Mensch eigentlich essen soll.

Der Mensch ist kein Pflanzenfresser – wir sind Fleischfresser

Groves beginnt seinen Vortrag mit der Erklärung, dass die menschliche Anatomie und Physiologie völlig unvereinbar mit einer pflanzlichen Ernährung seien. Er verglich unser Verdauungssystem mit dem von Fleischfressern und Pflanzenfressern und wies auf mehrere entscheidende Unterschiede hin:

  • Kurzdarm: Der Mensch hat, ähnlich wie Fleischfresser, einen kurzen Darm, der darauf ausgelegt ist, Nährstoffe schnell zu verdauen und aufzunehmen. Pflanzenfresser verfügen über lange Därme, die es ihnen ermöglichen, große Mengen Pflanzenmaterial über einen längeren Zeitraum zu vergären und daraus Energie zu gewinnen.
  • Hohe Magensäure: Die Magensäure des Menschen ist extrem sauer, vergleichbar mit der von Raubtieren und Aasfressern. Dies ist notwendig, um das Fleisch zu zerlegen und Bakterien im rohen Fleisch abzutöten. Pflanzenfresser haben eine viel mildere Magensäure, da sie tierische Proteine ​​nicht zerlegen und sich nicht vor durch Fleisch übertragenen Krankheitserregern schützen müssen.
  • Enzymatische Anpassung: Der Mensch produziert Pepsin und Lipase, spezielle Enzyme zur Verdauung von Proteinen und Fett. Wir verfügen nicht über die nötigen Enzyme zum Abbau von Zellulose, die jedoch notwendig wären, wenn wir darauf ausgelegt wären, Pflanzen zu essen.

Groves stellte klar, dass die Behauptung, der Mensch sei ein „Allesfresser“, ein Irrtum sei. Ja, wir Kan essen Pflanzen, aber wir sind nicht angepasst um davon zu leben – so wie ein Hund zwar Brot essen kann, aber nicht dafür gemacht ist.

Alle Säugetiere ernähren sich von Fett – sogar Pflanzenfresser!

Der faszinierendste Teil von Groves' Vortrag war seine Erklärung, wie zu Säugetiere sind grundsätzlich Fettfresser – auch diejenigen, die Pflanzen rein mechanisch fressen. Dies ist ein Punkt, der das traditionelle Verständnis von Pflanzenfressern und ihrer eigentlichen Ernährung völlig in Frage stellt.

Groves hat Pflanzenfresser anhand ihrer Fähigkeit, die Energie der Pflanzen zu nutzen, in zwei Gruppen unterteilt:

Wiederkäuer (Fermenter, z. B. Kühe, Schafe und Hirsche)

  • Diese Tiere haben spezielle Magenkammern (ähnlich dem Pansen) voller Bakterien, die Pflanzenmaterial vergären.
  • Diese Mikroben zerlegen Zellulose und wandeln sie in kurzkettige Fettsäuren wie Acetat, Propionat und Butyrat.
  • Die Kuh frisst Gras, ernährt sich aber nicht davon, sondern vom Fett, das Mikroben aus dem Gras produzieren.

Hinterdarmfermenter (z. B. Pferde, Gorillas und Kaninchen)

  • Diese Tiere haben einen großen Dickdarm und einen riesigen Blinddarm, in dem Mikroben Ballaststoffe in die gleichen Fettsäuren fermentieren wie bei Wiederkäuern.
  • Auch hier ist es nicht der Pflanzenstoff selbst, der Energie liefert, sondern das von Mikroben produzierte Fett.

Das bedeutet, dass Eigentlich ernährt sich kein Säugetier von Pflanzen – sie ernähren sich von Fett.

Pflanzenfresser haben spezielle Systeme entwickelt, um Fett aus pflanzlichen Nahrungsmitteln zu extrahieren, aber ohne Mikroben würden sie nicht überleben.

Der Mensch hat jedoch abgelehnt diese Systeme. Zurück bleiben ein kleiner, nutzloser Blinddarm und ein kurzer Dickdarm. Vor Millionen von Jahren diente der Blinddarm als Organismus der Gorillas zur Gärung. Nach unserem natürlichen Verständnis verwenden wir ihn seit langer Zeit nicht mehr und er ist mittlerweile völlig geschrumpft.

Daher verfügen wir über keinen Mechanismus mehr, der die Umwandlung von Pflanzenmaterial in Fett ermöglicht, wie dies bei allen Pflanzenfressern der Fall ist.

Dies bedeutet, dass wir nicht darauf ausgelegt sind, Pflanzen als Hauptnahrungsmittel zu sich zu nehmen, sondern stattdessen darauf, Fett direkt und in seiner am leichtesten zugänglichen Form zu konsumieren: tierisches Fett, genau wie Hunde, Löwen und Tiger.

Die schmale Taille des Mannes

Alle Pflanzenfresser müssen den ganzen Tag fressen, um die großen Mengen nährstoffarmen Grases und Pflanzenmaterials zu verzehren. Außerdem sind die Organismen so groß wie Fässer, um den gewaltigen Fermentationssystemen Platz zu bieten.

Der gesunde Mensch hingegen hat eine schmale Taille, genau wie jedes Raubtier, das sich von extrem nährstoffreicher Nahrung ernährt. Das Raubtier muss nicht ständig fressen – vielleicht nur einmal am Tag und in der freien Natur vielleicht nicht einmal jeden einzelnen Tag.

Haben wir allerdings einige pflanzliche Lebensmittel fermentiert, geschieht dies zunächst im Dickdarm. Und dorthin schickt der Körper das, was er als Abfallprodukt betrachtet, denn hier können wir keine Nährstoffe aufnehmen. es erfolgt lediglich ein Ausgleich von Salzen und Flüssigkeit bevor es in die Schüssel gelangt.

Unsere gesamte Nahrung wird im Dünndarm aufgenommen. Wir verfügen dort über kein System zur Verdauung von Pflanzen, weder Mikroben noch Enzyme.

Das Problem mit Ballaststoffen und pflanzlicher Ernährung

Groves befasste sich auch mit dem Mythos, dass Ballaststoffe notwendig oder nützlich seien. Er erklärte, warum Ballaststoffe nicht nur unnötig, sondern geradezu schädlich sind:

Verursacht Darmprobleme: Ballaststoffe gären im Dickdarm und verursachen Blähungen, Völlegefühl und Reizungen. Viele Menschen stellen fest, dass sich ihr Magen bessert, wenn sie auf Ballaststoffe verzichten.

Die Illusion der Sättigung: Viele Menschen behaupten, dass Ballaststoffe ein Sättigungsgefühl vermitteln, aber das ist eine Illusion. Ballaststoffe füllen den Magen, aber der Körper ist nicht dumm – er weiß, dass Sättigung durch ausreichend Fett, Protein, Vitamine und Mineralien erreicht wird und nicht durch das Vollstopfen mit unverdaulichen Pflanzenstoffen.

Blutzucker und Diabetes: Ballaststoffe werden oft als gut für die Blutzuckerkontrolle angepriesen, aber das ist irreführend. Es verzögert nur den Anstieg des Blutzuckers, führt aber stattdessen zu chronisch erhöhter Blutzucker. Dies kann insbesondere bei Patienten mit Stoffwechselerkrankungen schlimmer sein als eine kurze Insulinausschüttung.

Barry Groves‘ Vermächtnis – Ein Erwachen für die Ernährungsforschung

Barry Groves war ein Pionier bei der Aufdeckung der Art und Weise, wie moderne Ernährungsratschläge unser biologisches Erbe verletzen. Seine Forschungen und Vorträge, darunter Homo Carnivorous, hat Tausende dazu inspiriert, etablierte Dogmen in Frage zu stellen und zu einer natürlicheren und evolutionär angepassten Ernährung zurückzukehren.

Er zeigte, dass:

Der Mensch ist ein fleischfressendes Tier, mit allen an Tierfutter angepassten biologischen Eigenschaften.

Alle Säugetiere ernähren sich von Fett: Sogar diejenigen, die Pflanzen essen, und wir haben die Fähigkeit verworfen, Pflanzenmaterial in Fett zu vergären.

Faser ist nicht notwendig und kann schädlich sein, und eine Ernährung reich an Fett und Protein ist für die Gesundheit weitaus besser.

Traditionelle menschliche Ernährung: Groves wies darauf hin, dass die Energie der traditionellen menschlichen Ernährung oft zu 60–80 % aus Fett, zu 20–25 % aus Eiweiß und zu 0–15 % aus Kohlenhydraten besteht. Dies steht im Gegensatz zu modernen Ernährungsempfehlungen, die eine höhere Kohlenhydrataufnahme fördern.

Kleibers Gesetz und der menschliche Stoffwechsel: Er verwies auf das Kleibersche Gesetz, das den Zusammenhang zwischen Körpergröße und Stoffwechselrate beschreibt, um zu verdeutlichen, dass das menschliche Gehirn im Vergleich zu anderen Spezies einen überproportional hohen Energieverbrauch hat. Hierzu ist eine energiedichte Ernährung notwendig, die den Gedanken einer fett- und eiweißreichen Ernährung unterstützt.

Essentielle Fettsäuren für die Gehirnentwicklung: Groves betonte die Bedeutung langkettiger Fettsäuren (wie DHA und EPA) für die Entwicklung und Funktion des Gehirns. Er argumentierte, dass diese Fettsäuren nur in tierischen Produkten vorkommen und dass der evolutionäre Erfolg des Menschen mit der Aufnahme solcher Nährstoffe zusammenhängt.

Biblische Hinweise zum Fettkonsum: Um die historische Vorliebe des Menschen für Fett zu veranschaulichen, verwies Groves auf Bibeltexte, in denen Fett als wertvoll angesehen und Gott geopfert wurde, was auf seine Bedeutung in frühen menschlichen Gesellschaften hinweist.

Kritik an der modernen Ernährung: Groves argumentierte, dass die moderne Ernährung, die oft reich an Kohlenhydraten und arm an Fett ist, für den Anstieg chronischer Krankheiten wie Herzkrankheiten, Diabetes und Fettleibigkeit verantwortlich ist. Er glaubte, dass eine Rückkehr zu einer traditionelleren, fettbasierten Ernährung die öffentliche Gesundheit verbessern könnte.

Sehen Sie sich hier seinen Vortrag an:

Barry Groves: Homo Carnivorus – Wozu wir geschaffen sind

Seine Website finden Sie hier

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Foto: Clara Molden

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Written 2025 © Norwegian Carnivory

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